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Recht / Zivilrecht 
Dienstag, 18.02.2020

Vereinbarung für Ausschank von Getränken bei Hochzeitsfeier ist verbindlich

Wenn die Gastgeber einer Hochzeitsfeier für das Servieren von Getränken an die Gäste zuvor mit dem Gastronomiebetrieb konkrete Vereinbarungen getroffen haben, müssen sie für andere konsumierte Getränke nicht zahlen, wenn die Vereinbarung dahin ging, dass nur bestimmte Spirituosen/Getränke angeboten werden sollten und die ausgeschenkten hiervon nicht umfasst waren. So entschied das Amtsgericht Frankfurt (Az. 31 C 376/19 (23)).

Eine Familie hatte bei einem Gastronomiebetrieb einen Veranstaltungsraum für eine Hochzeitsfeier einschließlich gastronomischer Leistungen unter Vereinbarung einer Getränkekostenobergrenze i. H. v. 5.000 Euro gebucht. Nach den Feierlichkeiten stellte der Gastronomiebetrieb (unter Berücksichtigung einer Gutschrift wegen Überzahlung i. H. v. 378 Euro) den Maximalbetrag von 5.000 Euro in Rechnung. Die Familie lehnte jedoch die Zahlung i. H. v. 1.022,50 Euro im Hinblick auf folgenden Getränkeausschank ab: Jackie Cola (416,50 Euro), Wodka Orange (289,00 Euro), Tequila (108,50 Euro), Gin Tonic (170 Euro), Sky Wodka (21 Euro) und Absolut Wodka (17,50 Euro). Daraufhin klagte der Gastronomiebetrieb auf Zahlung des nicht entrichteten Rechnungsbetrages.

Das Gericht gab der Klage lediglich im Hinblick auf die erteilte Gutschrift statt. Es sei erwiesenermaßen zwischen den Parteien vereinbart worden, dass an Getränken lediglich Prosecco, Rotwein, Weißwein, Bier, Wodka Red Bull, Whisky Sour, Wasser und Säfte hätte ausgeschenkt werden dürfen. Der Wortlaut der Getränkeabsprache sei hierbei eindeutig gewesen. Daher stünde der Klägerin nur noch ein Anspruch in Höhe der gewährten Gutschrift zu.

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